Burgstall - Goldrain 1:2

Im ersten Heimspiel der Saison hatte sich der ASV Burgstall einiges vorgenommen und Trainer Valentini konnte kadertechnisch beinahe aus dem Vollen schöpfen. Dementsprechend engagiert ging die Heimelf in der Anfangsphase zu Werke und schaffte es lange Zeit die favorisierten Goldrainer in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Zwar kamen die Gäste zur ersten Torchance der Partie, doch ein Freistoß aus gut 25 Metern landete nur auf der Latte. Durch gutes Passspiel und konsequentes Zweikampfverhalten erspielten sich die Burgstaller zunehmend die besseren Chancen im Spiel. Gleich die erste konnte Gruber nach toller Steilvorlage von Plieger in echter Stürmermanier toll verwerten. Nach gut einer halben Stunde bekam der ASV Goldrain das Spiel besser in den Griff und kam zu mehr Ballbesitz, aus dem aber lange Zeit nichts zählbares herausschaute. Die beste Chance vereitelte Pighi grandios mit einem tollen Reflex nach einem von Bisterzo abgefälschten Torschuss. Mit dem bislang durchaus verdienten 1:0 gings in die Pause. Burgstall hatte eine tolle erste Hälfte gespielt. Die hervorragende Organisation der Defensive aber vor allem jene im Spielaufbau ging jedoch im Laufe von Halbzeit zwei zunehmend verloren. Vor allem durch die verletzungsbedingte Auswechslung von Plieger (ab 51. kam für ihn Pugliese) fehlte ein wichtiges Element um die Bälle im Angriff länger zu halten und Goldrain konnte folglich immer weiter aufrücken. Trotz der zunehmenden Überlegenheit der Gäste blieb Burgstall nicht ungefährlich. Innerhalb von fünf Spielminuten ergaben sich zwei gute Möglichkeiten um Goldrain vielleicht den entscheidenden Schlag zu versetzen, doch einerseits scheiterte Dubis alleinstehend am langen Pfosten und andererseits wurde der blitzschnelle Gruber vom Goldrainer Schlussmann elfmeterwürdig von den Beinen geholt, doch der Unparteiische winkte nur ab. In der 57. Minute versuchte Trainer Valentini durch die Einwechslung von Frei (für Kofler) neuen Schwung ins Spiel zu bekommen und beinahe hätte der Joker gestochen. Gleich zwei Mal bekam der Neuerwerb aus Marling die Chance die Führung für Burgstall auszubauen, doch ein verfrühter Abschluss über das Goldrainer Gehäuse und ein zugegebenermaßen glänzend parierter Schuss aufs lange Eck fanden den Weg leider nicht ins Tor. Die Kräfte der Burgstaller Elf schwanden nun mit Fortdauer des Spiels, auch weil die Wege zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen immer länger wurden. Spielerisch ging so gut wie nichts mehr und Goldrain beherrschte das Mittelfeld. Schlussmann Pighi musste mehrmals in höchster Not eingreifen um einen Gegentreffer zu verhindern. Der wachsende Druck auf die Burgstaller Abwehrreihe ließ nun den Fehlerteufel einschleichen und nach einer haarsträubenden Harakiri-Aktion bei eigenem Abstoß verspielte die Heimelf in der 76. Minute die Führung letztendlich leichtfertig. Goldrain nutzte eine auf dem Silbertablett servierte Chance zum mittlerweile gerechtfertigten 1:1. Kurz danach musste ein ausgelaugter aber sehr diszpiliniert spielender Oberhofer vom Feld. Für ihn kam Burgstall-Urgestein Martini zum Einsatz. In den letzten 10 Spielminuten kamen beide Teams dem Sieg sehr nahe. Pugliese, von Dubis in Szene gesetzt, hätte mit etwas mehr Kaltschnäuzigkeit für die erneute Führung sorgen können doch sein schwacher Abschluss kullerte weit am Tor vorbei ins Aus. Die Gäste blieben somit bis zum Ende im Spiel und bekamen kurz vor dem Abpfiff einen Elfmeter zugesprochen. Nach einem Eckball war laut Schiedsrichter Frei mit der Hand im Strafraum am Ball. Den Strafstoß in der 85. Minute verwertete Goldrain souverän und ließ sich im Anschluss die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Letzen Endes verspielte der ASV Burgstall eine gute Möglichkeit für eine große Überraschung zu sorgen und geht somit auch im zweiten Saisonspiel leer aus. Nächste Woche geht es für die Mannschaft nach St. Pankraz, wo man auf den gleichzeitigen Gegner der zweiten Pokalrunde trifft. Hoffentlich mit einem besseren Ausgang als in den ersten beiden Meischterschaftsspielen...


Für Burgstall:

Pighi, Oberhofer (ab 82. Martini), Götsch, Bisterzo, Mangiacasale, Scollo, Zöggeler, Dubis, Kofler (ab 57. Frei), Plieger (ab 51. Pugliese), Gruber


Weiters: Parise, Gabos, Mair und Thaler


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